Bachelorarbeit
Das übergeordnete Ziel meiner Bachelorarbeit war es, meine beiden Ausbildungswelten miteinander zu verbinden – die IT und den Garten- und Landschaftsbau. Mein erster Ansatz war, die Digitalisierung eines Betriebs ganzheitlich und modellhaft abzubilden. In Absprache mit meinen Betreuern wurde jedoch schnell deutlich, dass dieses Thema zu weit gefasst ist: Es hätte sowohl den Rahmen einer Bachelorarbeit gesprengt als auch eine hinreichend tiefe Auseinandersetzung mit einzelnen Aspekten verhindert.
Daher habe ich das Thema gezielt eingegrenzt und verschiedene Anwendungsfälle erarbeitet. Dabei orientierte ich mich an folgenden Kriterien: Der Use Case sollte branchenübergreifend für Unternehmer relevant sein, eine niedrige Einstiegshürde bieten und sinnvoll durch den Einsatz von KI unterstützt werden können. Auf dieser Grundlage fiel die Wahl auf die Automatisierung des E-Mail-Verkehrs.
Die Idee
Aufbau der Bachelorarbeit
Die Bachelorarbeit gliedert sich in zwei wesentliche Teile: einen theoretischen und einen praktischen.
Der theoretische Teil umfasst eine systematische Literaturrecherche auf Basis wissenschaftlicher Quellen. Behandelt werden dabei die Themenbereiche Digitalisierung im Handwerk, Künstliche Intelligenz, Prozessautomatisierung, E-Mail-Management sowie Technologieakzeptanz.
Der praktische Teil widmet sich der Evaluation eines entwickelten Prototypen. Dazu wird zunächst der Ist-Zustand des E-Mail-Managements im betrachteten Betrieb analysiert, bevor der Prototyp implementiert und in einer definierten Testphase erprobt wird. Abschließend wird untersucht, ob und in welchem Maße der Einsatz des Prototypen messbare Verbesserungen bewirkt hat. Als mögliche Erfolgsindikatoren kommen dabei eine Reduzierung des Zeitaufwands, eine geringere Anzahl verlorengegangener E-Mails, eine verbesserte Struktur ausgehender Nachrichten sowie eine Abnahme arbeitsbezogener Unterbrechungen durch eingehende E-Mails in Betracht.
Prototypen
Hier stelle ich Ihnen sowohl den aktuellen, als auch den ersten Prototypen des Mail Assistenten vor.


Erster Prototyp
Der Prototyp basiert auf der Analyse des jeweiligen E-Mail-Inhalts und führt darauf aufbauend – abhängig von der erkannten Kategorie – verschiedene weiterführende Aktionen aus. Zu den implementierten Funktionen zählen die automatische Klassifizierung eingehender E-Mails, die Zuweisung von Labels, die Erstellung von Antwortentwürfen sowie der Download von Anhängen. Letztere werden anschließend automatisch umbenannt und in eine Cloud-Lösung hochgeladen.


Zweiter Prototyp (aktueller Stand)
Da die Klassifizierung von E-Mails im Praxisunternehmen von untergeordneter Bedeutung ist, wurde der Fokus des Prototypen auf die automatische Erstellung von Antwortentwürfen gelegt. Ziel war es, einen praxistauglichen Prototypen zu entwickeln, der den Umgang mit eingehenden E-Mails gezielt unterstützt.


Ergänzend dazu wurde ein zweiter Prototyp entwickelt, der das Verfassen von E-Mails vereinfacht. Durch das Absenden einer einzelnen Microsoft-Teams-Nachricht wird dabei automatisch ein vollständiger E-Mail-Entwurf generiert.
Ergebnisse demnächst verfügbar
Abgabe der Bachelorarbeit ist Juni 2026. Ich rechne mit einer Veröffentlichung der Ergebnisse Ende Mai.